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Mindful News #3: Über Kindheit, Frieden und Aleppo

„Frieden.“ Als ich ein kleines Mädchen war, haben das meine Freundinnen und ich gesagt, um uns nach einem Streit wieder zu versöhnen. Wir stritten um Spielzeug, um Schokolade, nur so. Frieden war für mich Normalität. In Syrien wächst eine ganze Generation von Kindern heran, die keinen Frieden kennt. Die Kinder erleben Bomben und Leichen und Schüsse und Hunger und Todesangst. Ich kenne nichts davon. Ihr Leid ist für mich unvorstellbar.

Was war:
Ebenfalls ein Kind soll in den vergangenen zwei Wochen Terror-Anschläge in Ludwigshafen geplant haben – auf dem Weihnachtsmarkt und in einem Einkaufszentrum. Ermittler fanden eine Nagelbombe in einem Rucksack, die nicht gezündet hatte. Der zwölfjährige Junge, der in Ludwigshafen geboren wurde, soll vom „Islamischen Staat“ Anweisungen erhalten haben. Viel mehr ist noch nicht bekannt, der SWR hatte zuerst von dem Fall erfahren.

Der Krieg in Syrien dauert nun schon fünf Jahre. Die Schlacht um Aleppo nennt die UNO den „kompletten Zusammenbruch jeglicher Menschlichkeit“. Die Helfer in dem Bürgerkriegsland riskieren ihr Leben (Quelle: sueddeutsche.de). Viele in meinem Umfeld wollen etwas tun –  irgendetwas, unterstützen, wenigstens Gemeinschaft fühlen. Sie laufen bei Friedensmärschen mit. Oder sie spenden, zum Beispiel für die Weißhelme oder Ärzte ohne Grenzen.

Vor zwei Wochen jubelten viele mit den Sioux-Indianern des Stamms „Standing Rock“: Ihr Protest gegen eine Öl-Pipeline unter dem Missouri in der Nähe ihres Reservats hatte Erfolg – es wird ein anderer Weg gesucht. Doch nun ist passiert, was alle befürchtet hatten: Die Pipeline hat ein Leck. 250 Kilometer westlich der Stelle, an der die Proteste stattfanden, sind bis Montag über 650.000 Liter Öl ausgelaufen. In einen Fluss, den Little Missouri. (Quelle: Washington Post)

Was kommt:
Am Montag werden 538 Wahlmänner und -frauen des Electoral College Donald Trump zum US-Präsidenten wählen. Voraussichtlich. Die Neuauszählung der Stimmen in drei Bundesstaaten ist diese Woche gescheitert. (Quelle: zeit.de)

Und dann: Weihnachten. Übrigens ein Fest, das viel mit Frieden und Kindern zu tun hat.

Meine kleine Erleuchtung der Woche:
Ein Zitat, das keiner weiteren Worte bedarf.
„Wenn wir wahren Frieden in der Welt erlangen wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen.“ Mahatma Gandhi

Und jetzt: jetzt!
Nimm Dir jetzt Zeit für Dich und eine kurze – oder auch etwas längere – Meditation. Manchmal will unser Geist dabei einfach nicht zur Ruhe kommen. Beim Versuch, sich auf den Atem zu konzentrieren, fällt Dir ein, dass Du noch einen Weihnachtsbaum kaufen musst. Oder dass Deine Nase juckt. Oder Dir geht dieses Video aus Syrien nicht aus dem Kopf. Wenn das passiert, schenke Dir ein Lächeln und komme zurück zu Deinem Atem. Er ist der Schlüssel zu allem. Meine Tipps für Deine Meditationspraxis – vor allem für Anfänger – findest Du hier.

Alles Liebe!

Deine Barbara

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Das Foto mit dem Teddybären zu diesem Artikel stammt von Erich Ferdinand/Flickr, CC-BY 2.0.