Hattest Du einen guten Start ins neue Jahr? Was die Nachrichten angeht, begann 2017 mit einem Riesenaufreger: „Nafris“. So nannte die Kölner Polizei in der Silvesternacht in einem Tweet eine Gruppe von Menschen, als Abkürzung für: „Nordafrikanische Intensivtäter“. Insgesamt gab es viel Kritik an der Arbeit der Polizei in dieser Nacht – und Kritik an der Kritik und vermeintlicher „political correctness“. Da sind sie wieder, der Konflikt und die Eskalation im Netz. Ich glaube: Das hört nicht auf. Und eine Haltung und Werte werden für uns alle 2017, einem „Superwahljahr“, wichtig. Wofür stehst du?
Was war
Das Ziel der Polizei in Köln: Silvester 2015 sollte sich auf keinen Fall wiederholen. Damals wurden am Hauptbahnhof Hunderte Frauen belästigt und bestohlen. Dieses Jahr berichteten Reporter, dass die Polizisten Menschen „sortierten“: unter anderem nach Hautfarbe. Nordafrikaner wurden stärker kontrolliert und eingekesselt. Viele verteidigen die Polizei, zu Beispiel der Autor Frank Lübberding für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Für Zeit Online schrieb Christian Bangel in einem Kommentar:
„Jeder von uns ist manchmal Teil einer Minderheit. Ob Stadionbesucher, Schwule, Sachsen, Haus- oder Hundebesitzer oder Erben: Sie alle sind darauf angewiesen, dass die Mehrheit keine Pauschalurteile über ihre Gruppe fällt und nicht versucht, repressiv gegen sie vorzugehen.“
Wissenschaftler haben ein „neues“ Organ im Bauchraum entdeckt, das Mesenterium (Quelle: Welt). Natürlich wusste man, dass es dieses Gekröse gibt, allerdings hielt man es für Gewebe, das als Hauptaufgabe Raum ausfüllt. Ich finde es sehr faszinierend, dass wir immer noch mehr über unsere Körper lernen. Wenn Eltern ihre neugeborenen Babys anschauen, flüstern sie oft das Wort „Wunder“. Aber das Wunder hört mit den Jahren nicht auf, wir nehmen es nur nicht mehr wahr.
Die US-Geheimdienste vermuten, dass der russische Präsident Wladimir Putin selbst hinter dem Hackerangriff auf die Demokraten im US-Wahlkampf steckt. Bald-US-Präsident Donald Trump stellt sich gegen seine Geheimdienste und hinter Wikileaks-Gründer Julien Assange. Das ist seltsam. Warum, liest Du in diesem Artikel der taz.
Was kommt
Eine kleine Triggerwarnung: Nächste Woche Freitag startet wieder das „Dschungelcamp“ bei RTL – eine Sendung voller Ekelaufgaben, nicht besonders bekannter Promis und Lästereien, die Jahr für Jahr im Januar höchste Einschaltquoten bekommt. Nur falls Du Dich wunderst, wenn Dir nächste Woche wieder das Wort „Känguru-Hoden“ öfter begegnet.
Meine kleine Erleuchtung der Woche
Zum Jahreswechsel habe ich viel über meine Wurzeln nachgedacht. Es ging mir nicht so sehr um Familie und Stammbaum, sondern eher um die Fragen: Wo stehe ich? Welche Werte sind mir wichtig und geben mir Halt, wenn es stürmisch wird? Was brauche ich, um wachsen und blühen zu können?
Passend dazu bin ich bei Instagram auf dieses Zitat des französischen Schriftstellers Victor Hugo (1802-1885) gestoßen:
„Ändere deine Meinung, aber bewahre deine Prinzipien. Wechsle deine Blätter, aber halte deine Wurzeln intakt.“
Und jetzt: jetzt!
Wenn Du jetzt ein paar Minuten meditieren möchtest, setze Dich zur Abwechslungs mal auf einen Stuhl, wenn Du sonst auf dem Boden Platz nimmst. Achte darauf, dass Deine Füße fest auf dem Boden stehen. Achte auf Deinen Atem und fühle in diese Verbindung zum Untergrund hinein, spüre die Schwerkraft, die Dich nach unten drückt und richte gleichzeitig Deinen Rücken mehr auf. Tipps für Deine Praxis liest Du hier.
Alles Liebe,
Deine Barbara
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Das Foto von den Baumwurzeln stammt von Rubin Starset, CC BY-NC-SA.
Hattest Du einen guten Start ins neue Jahr? Was die Nachrichten angeht, begann 2017 mit einem Riesenaufreger: „Nafris“. So nannte die Kölner Polizei in der Silvesternacht in einem Tweet eine Gruppe von Menschen, als Abkürzung für: „Nordafrikanische Intensivtäter“. Insgesamt gab es viel Kritik an der Arbeit der Polizei in dieser Nacht – und Kritik an der Kritik und vermeintlicher „political correctness“. Da sind sie wieder, der Konflikt und die Eskalation im Netz. Ich glaube: Das hört nicht auf. Und eine Haltung und Werte werden für uns alle 2017, einem „Superwahljahr“, wichtig. Wofür stehst du?
Was war
Das Ziel der Polizei in Köln: Silvester 2015 sollte sich auf keinen Fall wiederholen. Damals wurden am Hauptbahnhof Hunderte Frauen belästigt und bestohlen. Dieses Jahr berichteten Reporter, dass die Polizisten Menschen „sortierten“: unter anderem nach Hautfarbe. Nordafrikaner wurden stärker kontrolliert und eingekesselt. Viele verteidigen die Polizei, zu Beispiel der Autor Frank Lübberding für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Für Zeit Online schrieb Christian Bangel in einem Kommentar:
„Jeder von uns ist manchmal Teil einer Minderheit. Ob Stadionbesucher, Schwule, Sachsen, Haus- oder Hundebesitzer oder Erben: Sie alle sind darauf angewiesen, dass die Mehrheit keine Pauschalurteile über ihre Gruppe fällt und nicht versucht, repressiv gegen sie vorzugehen.“
Wissenschaftler haben ein „neues“ Organ im Bauchraum entdeckt, das Mesenterium (Quelle: Welt). Natürlich wusste man, dass es dieses Gekröse gibt, allerdings hielt man es für Gewebe, das als Hauptaufgabe Raum ausfüllt. Ich finde es sehr faszinierend, dass wir immer noch mehr über unsere Körper lernen. Wenn Eltern ihre neugeborenen Babys anschauen, flüstern sie oft das Wort „Wunder“. Aber das Wunder hört mit den Jahren nicht auf, wir nehmen es nur nicht mehr wahr.
Die US-Geheimdienste vermuten, dass der russische Präsident Wladimir Putin selbst hinter dem Hackerangriff auf die Demokraten im US-Wahlkampf steckt. Bald-US-Präsident Donald Trump stellt sich gegen seine Geheimdienste und hinter Wikileaks-Gründer Julien Assange. Das ist seltsam. Warum, liest Du in diesem Artikel der taz.
Was kommt
Eine kleine Triggerwarnung: Nächste Woche Freitag startet wieder das „Dschungelcamp“ bei RTL – eine Sendung voller Ekelaufgaben, nicht besonders bekannter Promis und Lästereien, die Jahr für Jahr im Januar höchste Einschaltquoten bekommt. Nur falls Du Dich wunderst, wenn Dir nächste Woche wieder das Wort „Känguru-Hoden“ öfter begegnet.
Meine kleine Erleuchtung der Woche
Zum Jahreswechsel habe ich viel über meine Wurzeln nachgedacht. Es ging mir nicht so sehr um Familie und Stammbaum, sondern eher um die Fragen: Wo stehe ich? Welche Werte sind mir wichtig und geben mir Halt, wenn es stürmisch wird? Was brauche ich, um wachsen und blühen zu können?
Passend dazu bin ich bei Instagram auf dieses Zitat des französischen Schriftstellers Victor Hugo (1802-1885) gestoßen:
„Ändere deine Meinung, aber bewahre deine Prinzipien. Wechsle deine Blätter, aber halte deine Wurzeln intakt.“
Und jetzt: jetzt!
Wenn Du jetzt ein paar Minuten meditieren möchtest, setze Dich zur Abwechslungs mal auf einen Stuhl, wenn Du sonst auf dem Boden Platz nimmst. Achte darauf, dass Deine Füße fest auf dem Boden stehen. Achte auf Deinen Atem und fühle in diese Verbindung zum Untergrund hinein, spüre die Schwerkraft, die Dich nach unten drückt und richte gleichzeitig Deinen Rücken mehr auf. Tipps für Deine Praxis liest Du hier.
Alles Liebe,
Deine Barbara
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Das Foto von den Baumwurzeln stammt von Rubin Starset, CC BY-NC-SA.