Heute ist Heiligabend – deshalb wird diese Ausgabe etwas kürzer. Hinter uns liegt eine Woche voller Terror. Du kennst die Fakten: Ein Mann steuert am Montag einen Lkw in einen Weihnachtsmarkt in Berlin, zwölf Menschen sterben, in ganz Europa wird nach einem Verdächtigen gefahndet, der aus Tunesien stammt. Am Freitag wird er in Mailand erschossen. Und alle reden über Angst.
Populisten wie die von der AfD sagen, wir sollten nun gefälligst Angst haben. (Sie sagen auch, es sei Angela Merkels Schuld – eine Antwort im britischen „Mirror“ liest du hier.) Die Bild-Zeitung behauptet, jetzt hätten selbstverständlich alle Angst. Und viele Berliner halten trotzig dagegen, sie hätten keine Angst.
Dabei ist die Frage, ob wir Terror-Angst haben oder nicht, gar nicht so wichtig. Natürlich ist es cool zu sagen: „Ich habe keine Angst.“ Weil es das Ziel von Terror ist, Angst zu verbreiten und durch den Schrecken eine freie Gesellschaft zu zerstören. Wenn du also keine Angst hast – super.
Aber jetzt Angst davor zu haben, auf den Weihnachtsmarkt oder auf öffentliche Veranstaltungen zu gehen, ist auch okay. Die Frage ist, wie wir dieser Angst begegnen und was wir aus ihr machen. Ein guter Anfang: Das Gefühl wahrnehmen. Schauen, woher es kommt, was für einen Nutzen es hat. Und dann versuchen loszulassen. Angst ist nur ein Gefühl – und allein noch kein Grund, irgendetwas zu tun oder zu lassen. Natürlich spielt es eine Rolle, wie präsent der Terror im Alltag ist – das zeigt der Erfahrungsbericht (Spiegel Online) einer Journalistin, die mehrere Jahre in Afghanistan lebte.
Meine kleine Erleuchtung der Woche
Mich haben diese Woche viele Bilder und Gedanken bewegt: Zum Beispiel, wie Berliner ganz unterschiedlicher Herkunft gemeinsam auf dem Breitscheidplatz, dem Ort des Verbrechens, Lieder singen und Kerzen anzünden.Sie zeigen, wie man Hass mit Liebe begegnet. Eine Botschaft, die gut zu Weihnachten passt.
Und jetzt – jetzt!
Fühlst du dich aufgewühlt nach dieser Woche? Gerade am Weihnachtswochenende sind kleine Auszeiten sinnvoll – zwischen Familientreffen, viel Essen und Geschenken. Du kannst dich auch mehrmals täglich nur für ein paar Minuten zurückziehen. Versuche, deine Emotionen während der Meditation kurz zu erkennen und zu benennen – und lasse sie dann ziehen. Meine Tipps für Einsteiger gibt es hier.
Ich wünsche Dir von Herzen schöne und ruhige Weihnachtstage!
Deine Barbara
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Das Foto zu diesem Artikel stammt von Jan Beck/Flickr, CC-BY 2.0.
Heute ist Heiligabend – deshalb wird diese Ausgabe etwas kürzer. Hinter uns liegt eine Woche voller Terror. Du kennst die Fakten: Ein Mann steuert am Montag einen Lkw in einen Weihnachtsmarkt in Berlin, zwölf Menschen sterben, in ganz Europa wird nach einem Verdächtigen gefahndet, der aus Tunesien stammt. Am Freitag wird er in Mailand erschossen. Und alle reden über Angst.
Populisten wie die von der AfD sagen, wir sollten nun gefälligst Angst haben. (Sie sagen auch, es sei Angela Merkels Schuld – eine Antwort im britischen „Mirror“ liest du hier.) Die Bild-Zeitung behauptet, jetzt hätten selbstverständlich alle Angst. Und viele Berliner halten trotzig dagegen, sie hätten keine Angst.
Dabei ist die Frage, ob wir Terror-Angst haben oder nicht, gar nicht so wichtig. Natürlich ist es cool zu sagen: „Ich habe keine Angst.“ Weil es das Ziel von Terror ist, Angst zu verbreiten und durch den Schrecken eine freie Gesellschaft zu zerstören. Wenn du also keine Angst hast – super.
Aber jetzt Angst davor zu haben, auf den Weihnachtsmarkt oder auf öffentliche Veranstaltungen zu gehen, ist auch okay. Die Frage ist, wie wir dieser Angst begegnen und was wir aus ihr machen. Ein guter Anfang: Das Gefühl wahrnehmen. Schauen, woher es kommt, was für einen Nutzen es hat. Und dann versuchen loszulassen. Angst ist nur ein Gefühl – und allein noch kein Grund, irgendetwas zu tun oder zu lassen. Natürlich spielt es eine Rolle, wie präsent der Terror im Alltag ist – das zeigt der Erfahrungsbericht (Spiegel Online) einer Journalistin, die mehrere Jahre in Afghanistan lebte.
Meine kleine Erleuchtung der Woche
Mich haben diese Woche viele Bilder und Gedanken bewegt: Zum Beispiel, wie Berliner ganz unterschiedlicher Herkunft gemeinsam auf dem Breitscheidplatz, dem Ort des Verbrechens, Lieder singen und Kerzen anzünden.Sie zeigen, wie man Hass mit Liebe begegnet. Eine Botschaft, die gut zu Weihnachten passt.
Und jetzt – jetzt!
Fühlst du dich aufgewühlt nach dieser Woche? Gerade am Weihnachtswochenende sind kleine Auszeiten sinnvoll – zwischen Familientreffen, viel Essen und Geschenken. Du kannst dich auch mehrmals täglich nur für ein paar Minuten zurückziehen. Versuche, deine Emotionen während der Meditation kurz zu erkennen und zu benennen – und lasse sie dann ziehen. Meine Tipps für Einsteiger gibt es hier.
Ich wünsche Dir von Herzen schöne und ruhige Weihnachtstage!
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