US-Präsident Donald Trump. Hast du dir gestern die Amtseinführung angesehen? Ich ja. “America first”, sagte Trump in seiner Rede. Schotten dicht, alles für uns, ich weiß es am besten. Trump-Anhänger im Publikum skandierten: “U-S-A!” Mir wurde ganz flau im Bauch angesichts dieses Nationalismus. Ich habe mir diese Woche noch eine andere verstörende Rede bei Youtube angesehen – nämlich die von AfD-Mann Björn Höcke. Ich habe beide Reden bis zum Schluss angehört, obwohl ich gern zwischendurch abgeschaltet hätte. Wir müssen da jetzt durch. Irgendwie, aber besser nicht mit zusammengebissenen Zähnen, sondern mit geradem Rücken und Achtsamkeit.
Was war:
“Ich hoffe ja immer noch, dass das alles gar nicht passiert”, sagte eine Kollegin kurz vor der Trump-Vereidigung. Es nützt nichts. Es passiert. Und Donald Trump hat nach seiner Rede (eine Analyse gibt es bei der FAZ) schon am ersten Tag begonnen, Obamas Politikstil wegzuwischen – mit ersten Dekreten und neuen Texten auf der Website des Weißen Hauses (Überblick: Spiegel Online). Verdrängen hilft nichts. Was dann?Zwischen all dem Galgenhumor und dem Jammern in meiner Filterblase, in der Zustimmung für Trump nicht vorkommt, wurde mir ein Video angespült: „Was, wenn dieser Präsident ein Segen für uns ist, den wir noch nicht erkennen?“ Die Pointe: Wenn man sich wohl fühlt, ändert man nichts.Trump fordert uns heraus. Das sehen Hunderttausende auch so – in den USA gibt es heute mehrere Demos gegen Trump.
Apropos Herausforderung: Nach Björn Höckes Rede (hier das Youtube-Original, hier eine Zusammmenfassung auf shz.de) kann niemand mehr sagen, so „richtig rechts“sei die AfD ja nicht. Höcke sprach vom „Import fremder Völkerschaften“, dem „vollständigen Sieg der AfD“ und nannte das Holocaust-Mahnmal in Berlin ein „Denkmal der Schande“, das die Geschichte Deutschlands „mies und lächerlich“ mache. Die Menschen im Saal haben dazu gejubelt und gelacht. Das macht mir Angst. Weil ich nicht verstehe, wie Menschen zu Hass-Botschaften applaudieren können. Vermutlich haben sie auch nur Angst, weil sie irgendetwas nicht verstehen.
Was kommt:
Am soll in Kasachstan über eine Waffenruhe in Syrien verhandelt werden. Dabei: Syrien, Russland, Iran, Türkei und Rebellengruppen. Nicht dabei: die USA.
Meine kleine Erleuchtung der Woche
Alles geht vorbei, stirbt, dafür beginnt etwas Neues. Was auch wieder vorbei geht und stirbt. Geschichte wiederholt sich im Wechsel von Krieg und Frieden, Abschottung und Offenheit. Das ist wahrscheinlich keine Neuigkeit für Dich. Aber diese simple Wahrheit hilft mir, mich selbst nicht so wichtig zu nehmen und weiterzumachen.Und: Ein Neubeginn ist immer möglich. Das nächste Neue gestalten wir.
Und jetzt – jetzt!
Nimm dir jetzt gern ein paar Minuten Zeit, zu dir selbst zu kommen und zu meditieren. Was möchtest du in diese Welt bringen? Die Antwort auf diese Frage erhalten wir in Ruhe. Setz dich aufrecht hin, nimm ein paar tiefe Atemzüge und tauche dann ein in die Stille. Beobachte, was auttaucht: Gefühle, Gedanken, körperliche Empfindungen. Lass das alles gehen. Meine Tipps für deine Meditation findest du hier.
Ich wünsche Dir eine schöne Woche!
Alles Liebe
Deine Barbara
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Foto vom Weißen Haus stammt von John Haslam/Flickr, CC BY 2.0 .
US-Präsident Donald Trump. Hast du dir gestern die Amtseinführung angesehen? Ich ja. “America first”, sagte Trump in seiner Rede. Schotten dicht, alles für uns, ich weiß es am besten. Trump-Anhänger im Publikum skandierten: “U-S-A!” Mir wurde ganz flau im Bauch angesichts dieses Nationalismus. Ich habe mir diese Woche noch eine andere verstörende Rede bei Youtube angesehen – nämlich die von AfD-Mann Björn Höcke. Ich habe beide Reden bis zum Schluss angehört, obwohl ich gern zwischendurch abgeschaltet hätte. Wir müssen da jetzt durch. Irgendwie, aber besser nicht mit zusammengebissenen Zähnen, sondern mit geradem Rücken und Achtsamkeit.
Was war:
“Ich hoffe ja immer noch, dass das alles gar nicht passiert”, sagte eine Kollegin kurz vor der Trump-Vereidigung. Es nützt nichts. Es passiert. Und Donald Trump hat nach seiner Rede (eine Analyse gibt es bei der FAZ) schon am ersten Tag begonnen, Obamas Politikstil wegzuwischen – mit ersten Dekreten und neuen Texten auf der Website des Weißen Hauses (Überblick: Spiegel Online). Verdrängen hilft nichts. Was dann?Zwischen all dem Galgenhumor und dem Jammern in meiner Filterblase, in der Zustimmung für Trump nicht vorkommt, wurde mir ein Video angespült: „Was, wenn dieser Präsident ein Segen für uns ist, den wir noch nicht erkennen?“ Die Pointe: Wenn man sich wohl fühlt, ändert man nichts.Trump fordert uns heraus. Das sehen Hunderttausende auch so – in den USA gibt es heute mehrere Demos gegen Trump.
Apropos Herausforderung: Nach Björn Höckes Rede (hier das Youtube-Original, hier eine Zusammmenfassung auf shz.de) kann niemand mehr sagen, so „richtig rechts“sei die AfD ja nicht. Höcke sprach vom „Import fremder Völkerschaften“, dem „vollständigen Sieg der AfD“ und nannte das Holocaust-Mahnmal in Berlin ein „Denkmal der Schande“, das die Geschichte Deutschlands „mies und lächerlich“ mache. Die Menschen im Saal haben dazu gejubelt und gelacht. Das macht mir Angst. Weil ich nicht verstehe, wie Menschen zu Hass-Botschaften applaudieren können. Vermutlich haben sie auch nur Angst, weil sie irgendetwas nicht verstehen.
Was kommt:
Am soll in Kasachstan über eine Waffenruhe in Syrien verhandelt werden. Dabei: Syrien, Russland, Iran, Türkei und Rebellengruppen. Nicht dabei: die USA.
Meine kleine Erleuchtung der Woche
Alles geht vorbei, stirbt, dafür beginnt etwas Neues. Was auch wieder vorbei geht und stirbt. Geschichte wiederholt sich im Wechsel von Krieg und Frieden, Abschottung und Offenheit. Das ist wahrscheinlich keine Neuigkeit für Dich. Aber diese simple Wahrheit hilft mir, mich selbst nicht so wichtig zu nehmen und weiterzumachen.Und: Ein Neubeginn ist immer möglich. Das nächste Neue gestalten wir.
Und jetzt – jetzt!
Nimm dir jetzt gern ein paar Minuten Zeit, zu dir selbst zu kommen und zu meditieren. Was möchtest du in diese Welt bringen? Die Antwort auf diese Frage erhalten wir in Ruhe. Setz dich aufrecht hin, nimm ein paar tiefe Atemzüge und tauche dann ein in die Stille. Beobachte, was auttaucht: Gefühle, Gedanken, körperliche Empfindungen. Lass das alles gehen. Meine Tipps für deine Meditation findest du hier.
Ich wünsche Dir eine schöne Woche!
Alles Liebe
Deine Barbara
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Foto vom Weißen Haus stammt von John Haslam/Flickr, CC BY 2.0 .